Nachrichten

  • 02 Jun
    Längeres stationäres EKG-Monitoring nach ischämischem Schlaganfall sinnvoll

    Universitätsklinikum Würzburg - Ein verlängertes EKG-Monitoring bei stationär behandelten Schlaganfallpatient*innen detektiert ein intermittierendes Vorhofflimmern häufiger als der bisher etablierte diagnostische Standard, erhöht aber die Sekundärprävention mittels einer oralen Antikoagulation nicht signifikant. Das ist das zentrale Ergebnis einer randomisierten Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, an der Prof. Dr. Karl Georg Häusler und Prof. Dr. Peter U. Heuschmann vom Uniklinikum Würzburg maßgeblich beteiligt waren.

  • 31 May
    Herzinfarkt plus Depression ist gleich Diabetes? Studie zeigt komplexes Zusammenspiel verschiedener Erkrankungen

    Universität Ulm - Patientinnen und Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben und die in der Nachbeobachtung depressive Symptome entwickeln, besitzen ein erhöhtes Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Zu diesem Schluss kommen Forschende des Instituts für Epidemiologie und Medizinische Biometrie der Universität Ulm. Die Studie zeigt außerdem, dass depressive Symptome nicht nur das Diabetes-Risiko steigern, sondern auch zu weiteren Komplikationen wie einem Zweitinfarkt oder einem Schlaganfall führen können.

  • 27 May
    Aktualisierte Versorgungsleitlinie (NVL) zur Behandlung Typ-2-Diabetes veröffentlicht

    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) - Seit dem 25. März 2021 gibt es eine überarbeitete, zweite Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes, an deren Erstellung auch die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) maßgeblich beteiligt war. Wesentliche Neuerungen betreffen die medikamentöse Therapie des Glukosestoffwechsels sowie die partizipative Entscheidungsfindung und Teilhabe der Patienten in allen relevanten Lebenssituationen.

  • 25 May
    Neues Miniorgan der menschlichen Bauchspeicheldrüse

    Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik - Dresdner und Kopenhagener Forscher entwickeln Zellkultur, um Entwicklung der menschlichen Bauchspeicheldrüse zu untersuchen. Die Bauchspeicheldrüse ist ein kleines Organ hinter dem Magen mit zwei Hauptfunktionen – Verdauung und Blutzuckerregulation. Wie sich die menschliche Bauchspeicheldrüse entwickelt, war bisher aus ethischen und praktischen Gründen weitgehend unerforscht. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden, des Novo Nordisk Foundation Center for Stem Cell Biology (DanStem) in Kopenhagen, Dänemark, und mehreren anderen internationalen Kooperationspartnern, darunter das CIC bioGUNE in Bilbao, Spanien, gelang es nun, ein Miniaturorgan der menschlichen Bauchspeicheldrüse in Zellkultur zu entwickeln.

  • 28 Apr
    Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Menschen mit Diabetes

    Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ) - Die COVID-19-Pandemie stellt die Wissenschaft und den Gesundheitssektor vor bisher nie gekannte Herausforderungen. Während bei einigen Menschen mit einer SARS-CoV-2-Infektion die Erkrankung kaum bemerkt wird, verläuft sie bei anderen Betroffenen sehr viel schwerwiegender und endet teilweise tödlich. Bisher ist jedoch das Wissen um den Verlauf einer COVID-19-Erkrankung noch recht dünn. Allerdings kristallisierte sich Diabetes zunehmend als einer der Risikofaktoren heraus, der den Schweregrad der Erkrankung bestimmt.

  • 26 Apr
    Hoher Versorgungsbedarf: Jeder fünfte Krankenhauspatient hat Diabetes

    Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) - Eine Studie unter Leitung der Universität Ulm zeigt, dass knapp jeder fünfte stationäre Patient in Deutschland an Diabetes leidet. Das Ergebnis spiegelt nicht nur den Versorgungsbedarf von Diabetespatienten im Krankenhaus wider, sondern offenbart auch Diskrepanzen zu den bisher publizierten Statistiken über die Fallzahlen von Patienten mit Diabetes im Krankenhaus. Viele Diabetespatienten werden bisher gar nicht erfasst, wenn nur die Patienten mit Hauptdiagnose Diabetes gezählt werden.

  • 12 Apr
    Schnell und übersichtlich: Neue App hilft bei Auswahl und Dosierung von Gerinnungshemmern

    Universitätsklinikum Heidelberg(UKHD) - Mit App oder Web-Informationssystem zur sicheren Arzneimittel-Therapie: Seit mehr als 20 Jahren entwickelt das Team der Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) digitale Unterstützungssysteme mit dem Ziel, Dosierungsfehler und Wechselwirkungen bei medikamentösen Therapien zu vermeiden. Für Patienten bedeutet das: gesicherte Wirksamkeit ohne vermeidbare Nebenwirkungen, für verschreibende Ärzte: verlässliche Orientierungshilfe bei einer Vielzahl möglicher Medikamente.

  • 19 Mar
    Vier von fünf Amputationen sind vermeidbar

    Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen - 70 Prozent aller Amputationen betreffen Menschen mit Diabetes. Eine Kampagne aus Kanada findet jetzt Unterstützung in Deutschland. Prof. Tschöpe, Diabeteszentrum Bad Oeynhausen: Zur Rettung von Gliedmaßen ist die frühzeitige Vorsorge in zertifizierten Wundheilungszentren unerlässlich. Erst war es nur ein Kribbeln, dann schmerzten die Füße regelmäßig, wenn Werner Sohns als begeisterter Wanderer unterwegs war. Erst vor wenigen Jahren erhielt der heute 73-jährige ehemalige kaufmännische Angestellte beim Hausarzt die Diagnose eines Typ-2-Diabetes. „Wahrscheinlich zu spät“, sagt er. Denn nach allem, was Werner Sohns im letzten Jahr durchmachen musste, hat ihn der Diabetes womöglich schon Jahre zuvor unerkannt begleitet.

  • 09 Mar
    Neuer Therapieansatz für Senkung des Thromboserisikos entdeckt

    CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften - Der thrombotische Verschluss von Blutgefäßen führt zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und venösen Thromboembolien und stellt die Hauptursache für frühzeitige Todesfälle weltweit dar. Eine neue Studie der Forschungsgruppe von Christoph Binder, Principal Investigator am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie Professor an der Medizinischen Universität Wien, erklärt nun, wie Antikörper des Typs Immunglobulin-M (IgM) Thrombosen verhindern können.

  • 17 Feb
    Neandertaler-Genvarianten können das Risiko für schwere Covid-19 Verläufe sowohl erhöhen als auch verringern

    Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Letztes Jahr entdeckten Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und am Karolinska Institutet in Schweden, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben. Nun beschreiben dieselben Forscher in einer in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichten Studie, dass Neandertaler nicht nur schädliche sondern auch schützende Varianten zu unserem Genom beigesteuert haben.

  • 02 Feb
    Erst Corona und dann zuckerkrank? - Ulmer Studie weist nach, dass SARS-CoV-2 auch die Bauchspeicheldrüse infiziert

    Universität Ulm. SARS-CoV-2 befällt viele Organe. Schwere Verläufe von COVID-19 betreffen nicht nur die Atemwege, den Verdauungstrakt, das Herz-Kreislauf- und Nervensystem, sondern auch den Stoffwechsel. Forschende der Ulmer Universitätsmedizin konnten nun in einer Studie nachweisen, dass SARS-CoV-2 bei gravierenden Krankheitsverläufen die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse infiziert. Dies erklärt möglicherweise das Auftreten von Diabetes-ähnlichen Krankheitssymptomen von COVID-19-Patienten sowie die Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels bei coronakranken Diabetikern. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im hochrenommierten Fachmagazin Nature Metabolism.

  • 20 Jan
    Typ-2-Diabetes: Neue Hinweise bestärken die Bedeutung von Übergewicht für Spätfolgen

    Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke. Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion gilt als wichtiger Teil der Therapie von Typ-2-Diabetes. Trotzdem tauchen immer wieder Studien auf, die den Stellenwert des Abnehmens in Frage stellen. Neue Daten einer groß angelegten Beobachtungsstudie, die am DIfE in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) durchgeführt wurde, sprechen aber für die aktuellen Empfehlungen der Ärzte. Die im Fachblatt Diabetologia veröffentlichten Ergebnisse deuten darauf hin, dass Fettleibigkeit und Gewichtszunahme zu Gefäßstörungen führen können, die Haupterkrankungs- und Haupttodesursache für Menschen mit Typ-2-Diabetes sind.

  • 18 Jan
    Blutungsrisiko bei Corona-Impfung: Entwarnung für Herzkranke mit Blutverdünner

    Deutsche Herzstiftung e.V. – Deutsche Stiftung für Herzforschung. Gerinnungshemmer kein Hindernis für Covid-19-Impfung: Schutzwirkung vor Covid-19 überwiegt Blutungsrisiko durch Injektion. Herzstiftung gibt Rat – Mehrere hunderttausend Patienten in Deutschland werden aufgrund einer Herzerkrankung wie Vorhofflimmern oder als Träger von künstlichen mechanischen Herzklappen mit einem blutgerinnungshemmenden Medikament (sog. Antikoagulanzien) behandelt, um sie vor Embolien, Schlaganfällen und Klappenthrombosen zu schützen. Gerinnungshemmer („Blutverdünner“) senken das Embolierisiko, erhöhen aber zugleich die Gefahr von Blutungen.

  • 04 Jan
    Subtypen bei Vorstufe des Diabetes entdeckt

    Deutsches Zentrum für Diabetesforschung. Prädiabetes ist nicht gleich Prädiabetes: Bei Menschen im Vorstadium des Typ-2-Diabetes gibt es sechs klar abgrenzbare Subtypen, die sich in der Krankheitsentstehung, dem Risiko für Diabetes und der Entwicklung von Folgeerkrankungen unterschieden. Das zeigt eine Studie des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM) des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen, des Universitätsklinikums Tübingen und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Die Ergebnisse sind jetzt in ´Nature Medicine´ erschienen.