Nachrichten

  • 09 Jan
    Gennetzwerk verrät, wie Kalorien verbrennende Fettzellen entstehen

    Technische Universität München - 1,9 Milliarden Menschen auf der Welt sind übergewichtig. Davon haben 650 Millionen Menschen Adipositas. Das Risiko von Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder Krebs steigt dadurch. Das Team um Professor Martin Klingenspor an der Technischen Universität München (TUM) erforscht, welchen Einfluss der Fettstoffwechsel auf unsere Gesundheit hat. Zusammen mit Systembiologen der Forschungsgruppe von Professor Bart Deplancke an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) kam es nun einem ganzen Netzwerk von Genen auf die Spur, das Energie speicherndes Fett in Energie verbrennendes Fett umwandeln könnte.

  • 20 Dec
    Schlaganfall-Forschung - Gene als Frühwarnsystem

    Ludwig-Maximilians-Universität München - Wissenschaftler haben mithilfe genetischer Daten das Schlaganfall-Risiko ähnlich präzise oder sogar besser vorhergesagt als etablierte Risikofaktoren und zeigen, dass Patienten mit hohem Risiko intensivere Präventivmaßnahmen benötigen könnten. Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Etwa 80 Prozent aller Schlaganfälle sind sogenannte ischämische Schlaganfälle, die durch den Verschluss einer hirnversorgenden Arterie verursacht werden. Das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall wird zum einen durch genetische Faktoren und zum anderen durch klassische Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes bestimmt.

  • 19 Dec
    Lebensrettender Gefäßtest warnt vor Herzinfarkt und Schlaganfall

    Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung - Schmerzlos und zuverlässig gefährliche Durchblutungsstörungen wie „Schaufensterkrankheit“ und koronare Herzkrankheit aufdecken: „ABI-Test“ erfolgt mit Blutdruckmanschette und Doppler-Ultraschall. Bei Betroffenen mit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) wird das Problem mit Schmerzen beim Gehen, häufig in den Waden, offensichtlich. Weil für Betroffene längeres Stehen – beispielsweise vor einem Schaufenster – die Schmerzen abklingen lässt, wird die pAVK auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. Nach Schätzungen leiden unter dieser Durchblutungsstörung in Deutschland vier bis fünf Millionen Menschen. Etwa drei Millionen Betroffene wissen nichts von ihrer Erkrankung, denn die Schaufensterkrankheit tritt erst spät auf. 

  • 04 Dec
    Falsche Steuerung – schlechteres Outcome – höhere Kosten

    Der herzkranke Diabetiker - Stiftung in der Deutschen Diabetes-Stiftung - Die Gesundheitsausgaben für herzkranke Diabetiker sind höher, als wenn man die Summe der Ausgaben für Diabetes und Herzerkrankungen zusammenzieht. Dies ist ein Indikator für Versorgungsprobleme im System. Rund 16 Mrd. an direkten Kosten werden jährlich für Diabetes ausgegeben. Nicht der Patient ohne Komplikationen sei das Problem, sondern der Diabetiker mit kardiovaskulärer Komorbidität, sagte Gesundheitsökonom Prof. Dr. Jürgen Wasem vom Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen beim Pressegespräch der Stiftung DHD in Berlin.

  • 27 Nov
    Stentimplantation oder „nur“ Medikamententherapie – Kardiologen ordnen die neuesten Studienergebnisse ein

    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. - Ob bei einer stabilen Koronaren Herzerkrankung (KHK) eine invasive Strategie mittels Stents und gegebenenfalls einer Bypassoperation einer rein medikamentösen Therapie in Bezug auf die Rate kardiovaskulärer Ereignisse und die Überlebensrate überlegen ist, untersuchte kürzlich die ISCHEMIA-Studie. Die Ergebnisse der Studie wurden am 16. November bei der Tagung der American Heart Association in Philadelphia präsentiert. Experten der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) beschreiben nun, wie die Ergebnisse die gängige Praxis bei der Behandlung von Patienten mit KHK verändern werden.

  • 07 Nov
    Der herzkranke Diabetiker: vergessen – verraten – verkauft?

    Der herzkranke Diabetiker - Stiftung in der Deutschen Diabetes-Stiftung - Pressegespräch am Weltdiabe­testag wird thematisieren, ob derzeit existierende Medizin für herzkranke Diabetiker zum Nutzen der Patienten ist und ärztlich-ethischen Prinzipien folgt - Es gibt Gründe für die Annahme, dass herzkranke Diabetiker in der Gesundheitsversorgung Deutschlands ausgeblendet werden oder unerwünscht sind. Als chronisch Kranke verfolgt sie das Schicksal, dass ihre Behandlung Weitblick von Ärzten verlangt – das bedeutet Aufwand. Zeit kostet es zudem, Patienten aufzuklären, manche sind beratungs­resistent, betreuungs­intensiv ist fast jeder. Was die Betroffenen eint, ist die Tatsache des maximal erhöhten Risikos, vorzeitig zu versterben. Das ist lange bekannt, es hat sich nicht geändert. Glück haben die Patienten, die rechtzeitig diagnostiziert, mit lebens­rettenden Medikamenten versorgt und entsprechend ihrer Prognose behandelt werden.

  • 07 Nov
    Optimale Schlag­anfall-Prophy­laxe bei älteren Patien­ten mit Vorhof­flimmern

    Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. - Vorhofflimmern des Herzens ist eine häufige Schlaganfall­ursache bei älteren Menschen von 65 bis über 80 Jahren. Bei Vorhofflimmern können Blutgerinnsel aus dem Herzen in Hirngefäße geschleudert werden und einen Schlaganfall auslösen. Mit einer medikamentösen, gerinnungs­hemmenden Therapie ist bei Patienten mit Vorhofflimmern eine wirksame Schlaganfall­prophy­laxe möglich. Dafür stehen heute neue Substanzen zur Verfügung, die „DOAKs“ (direkte orale Antikoagu­lantien), die sich jetzt in einer Studie [1] bei über 11.000 älteren Patienten klar als vorteilhaft erwiesen haben und nun weltweit als Vorgehen der Wahl empfohlen werden. Schlaganfälle können verschie­dene Ursachen haben – häufig ist hier beispielsweise das Vorhofflimmern des Herzens. Bei dieser speziellen Form einer Herzrhythmus­störung schlagen die Herzvorkammern (Vorhöfe) und die Haupt­kammern nicht mehr im gleichen Takt; der Puls ist unregelmäßig, was jedoch oft vom Patienten...

  • 06 Nov
    Ernährung kann innere Uhr und hormonelle Reaktionen beeinflussen

    Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt - Erstmals zeigt eine Studie unter der Leitung des Helmholtz Zentrums München und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), auf welche Art und Weise Glukokortikoidhormone wie Cortisol, den Zucker- und Fettspiegel steuern. Dabei wurde insbesondere der Unterschied zwischen Tag und Nacht, Nahrungsaufnahme und Fasten sowie Ruhe und Aktivität über einen Zeitraum von 24 Stunden beobachtet. Die Forschungsarbeiten an Mäusen machen deutlich, dass sich der tageszeitabhängige Stoffwechselzyklus durch eine kalorienreiche Ernährung verändert. Da Glukokortikoide häufig zur Behandlung von Entzündungskrankheiten eingesetzt werden, deuten die veröffentlichten Ergebnisse im Journal ‚Molecular Cell‘ darauf hin, dass schlanke und adipöse Patienten unterschiedlich auf die Therapie mit Steroiden reagieren könnten.

  • 28 Oct
    Plötzlich und unerwartet: Der Sekunden-Herztod – wer ist gefährdet, wie schützt man sich?

    Deutschen Herzstiftung e.V. / Deutsche Stiftung für Herzinfarktforschung - Kampf dem plötzlichen Herztod: Deutsche Herzstiftung mit bundesweiter Aufklärungskampagne. Über 1.000 Herz-Seminaren, öffentliche Vorträge und Infomaterial für Patienten und Angehörige - Jedes Jahr fallen dem plötzlichen Herztod in Deutschland ca. 65.000 Menschen zum Opfer. „Besonders gefährdet sind Menschen mit einer Herzkranzgefäßerkrankung, die vorher nicht bekannt sein musste“, warnt der Notfallmediziner und Herzspezialist Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Der plötzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, vor dem es kein Entkommen gibt, sondern Komplikation einer langjährigen Herzkranzgefäßerkrankung, auch koronare Herzkrankheit genannt“, betont der Kardiologe. „Der beste Schutz vor dem plötzlichen Herztod ist daher der Schutz vor einer Herzkranzgefäßerkrankung.“

  • 22 Oct
    Von der Gefäßfunktionsstörung zu Diabetes mellitus

    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz - Neue Erkenntnisse aus der Gutenberg-Gesundheitsstudie belegen Einfluss von Funktionsstörungen der Endothelzellen auf Entwicklung einer Diabeteserkrankung. Eine Funktionsstörung der Innenschicht der Blutgefäße, auch endotheliale Dysfunktion genannt, erhöht das Risiko, eine Vorstufe des Diabetes mellitus zu entwickeln. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz um Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel und Omar Hahad anhand von Daten der Gutenberg-Gesundheitsstudie der Universitätsmedizin Mainz (GHS) erstmalig nachgewiesen. Diese neuen Erkenntnisse aus der weltweit größten bevölkerungsbasierten Langzeitstudie wurden kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of the American Heart Association“ veröffentlicht.

  • 11 Oct
    Herzinfarkt-Patienten werden immer älter

    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. - Obwohl Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch immer mit Abstand Todesursache Nummer eins in Deutschland sind, zeigt die medikamentöse Behandlung von Risikofaktoren erste Erfolge. Eine Studie, die heute während der DGK Herztage 2019 in Berlin vorgestellt wurde, erweist, dass Herzinfarkte immer später im Leben der Patienten auftreten. Ein Team um Dr. Hartmut Seyfert untersuchte, wie sich die Häufigkeit des akuten Herzinfarktes in Abhängigkeit vom Lebensalter im Zeitraum von 2002 bis 2008 und von 2009 bis 2017 entwickelte. Anhand der Daten von 4.347 Patienten aus einem eigens eingerichteten Register konnten die Studienautoren feststellen, dass sich im Laufe der Jahre zum einen der Altersmedian um ein Jahr von 68 auf 69 Jahre verschob und zum anderen der Häufigkeitsgipfel des Myokardinfarktes um acht Jahre nach hinten verlagerte.

  • 26 Sep
    Neuer Wirkstoff gegen Diabetes entwickelt

    Universitätsmedizin Magdeburg - Eine internationale Forschergruppe, zu der ein Wissenschaftler der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg gehört, hat einen neuen Wirkstoff gegen Diabetes Typ 2 entwickelt. Über ihre Erkenntnisse wird in der kommenden Ausgabe der „Nature“ berichtet – einem der bedeutend­sten Wissenschafts­journale der Welt. Prof. Dr. Christoph Garbers, der am Institut für Pathologie der Magdeburger Universitätsmedizin arbeitet, ist einer von drei Deutschen in dem Team. Der neue Wirkstoff ist ein künstliches Protein. Dieses wurde aus den beiden im Körper natürlicherweise vorkommenden Proteinen Interleukin-6 und CNTF zusammen­gesetzt und vereint deren positive Eigenschaften. Die appetit-zügelnde Funktion von CNTF war schon lange bekannt, allerdings wurde es vom Immunsystem der Behandelten immer schnell inaktiviert und konnte somit nicht langfristig in der Therapie eingesetzt werden.

  • 25 Sep
    Überraschende Erkenntnisse zur Therapie des Herzinfarkts

    Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung - Nach einem Herzinfarkt oder bei einer instabilen Angina pectoris ist die blutplättchenhemmende Behandlung mit Prasugrel für die Patienten besser als mit Ticagrelor. Zu diesem unerwarteten Ergebnis kommt die vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und dem Deutschen Herzzentrum München finanzierte, industrie-unabhängige Studie ISAR-REACT 5, die jetzt auf dem ESC Kongress in Paris vorgestellt wurde. Nach einem Jahr kam es in der mit Prasugrel behandelten Patientengruppe zu weniger Herzinfarkten, Schlaganfällen und Todesfällen als in der Patientengruppe, die Ticagrelor erhielt. „Auch das Risiko für Blutungen war mit Prasugrel nicht erhöht“, sagt Studienleiterin Professor Stefanie Schüpke vom Deutschen Herzzentrum München, Klinik an der Technischen Universität München (TUM).

  • 19 Sep
    Schlaganfall-Reha: Entspannung besser als Laufbandtraining?

    Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. - Fortschritte in der Schlaganfall­therapie führen zu einem immer besseren Überleben. Es steigt dadurch aber auch die Zahl der Patienten, die nach Schlaganfall mit bleibenden Behinderungen leben müssen. Somit kommt der Rehabilitation eine wachsende Bedeutung zu. Derzeit ist die Datenlage dazu, welche Trainingsmethode am erfolgversprechendsten ist, widersprüchlich. Das von den amerikanischen Fachgesell­schaften empfohlene Ausdauertraining zeigte sich in einer aktuellen, prämierten Studie [1] gegenüber einer Entspannungs­therapie als nicht überlegen. Die neuen Daten deuten darauf, dass in der Frühphase nach einem Schlaganfall „weniger vielleicht mehr“ ist. Weltweit erleiden jährlich 10 Millionen Menschen einen Schlaganfall [2]. Davon erholt sich mindestens ein Drittel funktionell nicht wieder vollständig [3, 4].