Nachrichten

  • 01 Aug
    Diagnosekunst für die Haut - Sensor-Tattoos zur Erkennung von Veränderungen im Blut-pH und von anderen Biomarkern

    Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. - Tätowieren könnte auch diagnostisch interessant werden. Ein Wissenschaftlerteam aus Deutschland hat Tattoos entwickelt, die eigentlich krankheitsanzeigende Sensoren sind. Wie sie in der Zeitschrift Angewandte Chemie erläutern, injizierten sie anstelle von Tattoofarbe eine Lösung aus chemischen Sensoren in die Haut. Auf den tätowierten Hautbereichen war bei Veränderungen des pH-Werts oder der Konzentration von verschiedenen Gesundheitsmarkern ein Farbumschlag zu sehen: Beim Tätowieren gelangt die Tätowierfarbe direkt in die Dermis, die Lederhaut. Nach Durchstechen der Oberhaut, der Epidermis, entlässt die Nadel die Pigmente in die Dermis, die etwa einen Millimeter dick ist und Nerven, Blutgefäße und Haarfollikel enthält. Hier bleiben die Pigmente dauerhaft, und an dieser Stelle ist die Haut gefärbt.

  • 30 Jul
    Gefäßkomplikationen bei Diabetikern: kleiner Molekülschnipsel als therapeutisches Angriffsziel

    Deutsche Herzstiftung e.V. / Deutsche Stiftung für Herzinfarktforschung - Neue Erkenntnisse zu molekularen Mechanismen der Arteriosklerose bei Diabetes: Dr. Kira Kuschnerus vom Deutschen Herzzentrum Berlin erhält Uta und Jürgen Breunig-Forschungspreis der Deutschen Herzstiftung: Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und die koronare Herzkrankheit mit Millionen Betroffenen in Deutschland stellen eine gefährliche Konstellation für Herz und Gefäße der Betroffenen dar. Die molekularen und zellulären Vorgänge aber, die bei Diabetespatienten zu einer aggressiveren Form der „Arterienverkalkung“ (Arteriosklerose) und infolgedessen zu einem häufigeren Auftraten von Herzinfarkten und Schlaganfällen führen, sind in der Forschung noch mit offenen Fragen verbunden. Umso wichtiger sind Forschungsvorhaben mit einem Fokus auf mögliche therapeutische Ansätze, die gefäßschädigende Mechanismen in den Zellen der Gefäßinnenhaut (Endothel) und des Blutstroms bei Diabetikern verhindern. 

  • 18 Jul
    Bereits im Kleinkindalter folgen auf Übergewicht häufig Stoffwechselerkrankungen

    Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) - Es ist keine schöne Botschaft: Sind Kinder erst einmal übergewichtig, dann entwickeln sie in den Folgejahren oft auch metabolische Störungen, wie etwa Bluthochdruck, schlechte Blutfettwerte, und erhöhte Glukose- oder Insulinwerte - Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 oder Herzkreislauferkrankungen. Das ist das Ergebnis einer vor Kurzem im Fachmagazin International Journal of Epidemiology veröffentlichten Studie, an der zehn europäische Institutionen unter Federführung des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS beteiligt waren. Es gibt diese Redensart: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. In der Neurologie wurde sie schon lange widerlegt. Menschen können auch noch spät im Leben Gitarrespielen oder Jonglieren lernen. Beim Stoffwechsel scheint diese Weisheit jedoch leider zu stimmen – zumindest meistens.

  • 04 Jul
    Fit trotz Fett – ForscherInnen der Universität Graz zeigen: Hemmung des Fettabbaus schützt das Herz

    Karl-Franzens-Universität Graz - Bei Stoffwechselstörungen wie Typ II Diabetes und Adipositas lagert sich vermehrt Fett in den Organen ein. In der Folge kommt es häufig zu Schädigungen und Funktionseinschränkungen des Herzmuskels. Günter Haemmerle aus dem Forschungsbereich BioHealth an der Universität Graz untersucht mit seiner Arbeitsgruppe die molekularen Mechanismen des Fettstoffwechsels im Herzen. Dabei haben die ForscherInnen entdeckt, dass zu viel Fett nicht unbedingt zum Problem werden muss, solange es „ordnungsgemäß“ gespeichert wird, um bei Bedarf als Energielieferant zu dienen. Ihre Erkenntnisse publizierten die BiowissenschafterInnen kürzlich im renommierten Fachjournal „Cardiovascular Research“. In der jüngsten Studie forschte Stephanie Kolleritsch aus der Arbeitsgruppe von Günter Haemmerle an Mäusen, die aufgrund einer genetischen Veränderung zu viel des Enzyms Perilipin 5 (PLIN5) produzierten.

  • 02 Jul
    Herzpatienten Perspektiven aufzeigen: Herzstiftung modernisiert HERZ heute

    Deutsche Herzstiftung e.V. / Deutsche Stiftung für Herzinfarktforschung - Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung erscheint im neuen Gewand und mit erweitertem Themenangebot: Rund 1,7 Millionen Klinikeinweisungen wegen Herzschwäche, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und anderer Herzkrankheiten verzeichnen Deutschlands Krankenhäuser jedes Jahr. Enorm ist daher der Bedarf von Herzpatienten und ihren Angehörigen an verlässlichen medizinischen Informationen über die eigene Herzerkrankung und aktuelle Diagnose- und Therapieverfahren. Mit der neuen Ausgabe von HERZ heute, der Zeitschrift für Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankungen, erscheint die wichtigste Publikation der Deutschen Herzstiftung rundum modernisiert. „Wir haben HERZ heute komplett überarbeitet und präsentieren die Inhalte in zeitgemäßer Form, weil wir in einer vielfältigen und sich rasch wandelnden Medienwelt noch erfolgreicher sein und die Interessen der Deutschen Herzstiftung und ihrer Mitglieder möglichst wirksam...

  • 27 Jun
    Neue Ausgabe des Journal of Health Monitoring: Zwischenbilanz zum Aufbau der nationalen Diabetes-Surveillance am RKI

    Robert Koch-Institut - Hat sich die Früherkennung von Diabetes mellitus verbessert? Wie entwickelt sich die Zahl der Diabetespatienten in den kommenden 25 Jahren? Welches Potenzial haben Daten von Geokodierungsdiensten, um das Diabetesrisiko besser einschätzen zu können? Neue Ergebnisse und Perspektiven der Diabetes-Surveillance sind das Schwerpunkthema der aktuellen Ausgabe des Journal of Health Monitoring 2/2019. Surveillance (Überwachung) bedeutet im Public-Health-Kontext die systematische und fortlaufende Erhebung, Zusammenführung und Analyse von Gesundheitsdaten: „Diabetes steht mittlerweile als eine der weltweit häufigsten chronischen Krankheiten im Fokus internationaler Aktionspläne“, sagt Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI). „Eine nationale Diabetes-Surveillance ist daher als Grundlage für fundierte Entscheidungen der Politik, aber auch für Forschung und Praxis unverzichtbar“, unterstreicht Wieler.

  • 26 Jun
    Volkskrankheit Diabetes im Fokus: Warum verweigern Beta-Zellen die Freigabe von Insulin?

    Technische Universität Dresden - Neue Erkenntnisse über „Teamarbeit“ der Zellen: Hochvernetzte „Chef“-Zellen koordinieren die Insulinproduktion und helfen uns zu verstehen, wie sich Diabetes entwickelt: Jeder elfte Erwachsene weltweit leidet an Diabetes, Tendenz stark steigend. Diabetes ist weltweit eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten. Bei der häufigsten Diabetesform, dem Typ-2-Diabetes, reagieren die Körperzellen zunehmend unempfindlich auf das Hormon Insulin, das von Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Zellen fördern soll. Patienten leiden infolge der zunehmenden Insulinresistenz der Zellen an einem erhöhten Blutzuckerspiegel mit weitreichenden Folgen. Nach langjähriger Krankheit versiegt die Insulinproduktion, und Patienten mit Typ-2-Diabetes müssen Insulin spritzen.

  • 19 Jun
    Wenn eine Herzschwäche nicht nur das Herz betrifft

    Universitätsklinikum Würzburg - Beim Joint Symposium „Heart Failure Interfaces“ vom 11. bis zum 13. Juli 2019 im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg diskutieren führende Wissenschaftler aus Würzburg, Deutschland und der Welt über Herzschwäche und ihre Begleiterkrankungen: Fast vier Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an einer Herzinsuffizienz, auch als Herzschwäche bekannt. Bei vielen ist nicht nur das Herz geschwächt, sondern zahlreiche weitere Organe. Bei vielen ist nicht nur das Herz geschwächt, sondern zahlreiche weitere Organe.

  • 19 Jun
    Enge Zusammenarbeit zwischen Kardiologen und Apothekern verbessert Lebensqualität von Herzschwäche-Patienten

    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. -  Eine unregelmäßige oder unzureichende Einnahme der verschriebenen Medikamente wirkt sich negativ auf den Verlauf einer Herzinsuffizienz aus. Eine engmaschige Betreuung in Kooperation zwischen Ärzten und Apothekern kann das Problem abmildern, wie die soeben vorgestellten und publizierten Daten der PHARM-CHF-Studie zeigen. Die PHARM-CHF-Studie ist die erste Studie auf diesem Gebiet, die gemeinsam von Ärzten und Apothekern durchgeführt wurde.

  • 14 Jun
    Diabetes: Ein Verursacher von Herzinsuffizienz

    Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen - Hohe Expertise: Amerikanische Diabetes-Gesellschaft (ADA) stellt das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) Bad Oeynhausen, als Klinik mit Modellcharakter vor: Alle 80 Sekunden wird in den USA ein Mensch mit Diabetes aufgrund einer Herzerkrankung in einer Klinik aufgenommen. Alle 19 Minuten erleidet in Deutschland ein Diabetiker einen Herzinfarkt. Unter herzinsuffizienten Patienten weisen 75 Prozent eine Glukosestoffwechselstörung auf. Das zeigt, dass die Behandlung herzkranker Diabetiker Hand in Hand gehen muss.

  • 12 Jun
    Lübecker Forscher entschlüsseln die Mechanismen der Hitzeintoleranz bei Schilddrüsenüberfunktion

    Universität zu Lübeck -  Aktivierung von braunem Fett könnte Übergewicht oder Typ-II-Diabetes positiv beeinflussen: Die Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) ist eine häufige Erkrankung, die oft mit einer erhöhten Körpertemperatur und einer Unverträglichkeit von warmen Umgebungen einhergeht. Bislang ist aber nur unzureichend verstanden, wie es zu diesen Symptomen kommt. Forscher am Center of Brain, Behavior and Metabolism (CBBM) der Universität zu Lübeck haben nun im Mausmodell die Mechanismen entschlüsselt, die diesem Effekte zugrundeliegen.

  • 05 Jun
    Körperliche Inaktivität als Risikofaktor für Demenz überschätzt?

    Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. - Im British Medical Journal wurde eine Metaanalyse publiziert [1], in der über 400.000 Teilnehmer im Hinblick darauf ausgewertet wurden, ob körperliche Inaktivität einen Risikofaktor für die spätere Entwicklung einer Demenz darstellt. Demzufolge scheint Sport einen geringeren direkten präventiven Einfluss zu haben als bislang angenommen. Dennoch raten die Experten weiterhin zur körperlicher Aktivität. Denn Sport schützt vor kardiovaskulären und metabolischen Erkrankungen, die wiederum Demenzen begünstigen können. 

  • 03 Jun
    166 neue Risiko-Gene für Nierenkrankheiten entdeckt

    Universitätsklinikum Freiburg -  Forscher des Universitätsklinikums Freiburg haben im Rahmen einer internationalen Kollaboration Studiendaten von rund einer Million Patienten ausgewertet und dabei viele neue genetische Ursachen für Nierenkrankheiten entdeckt / Publikation in Nature Genetics: Rund acht Millionen Menschen in Deutschland haben eine chronische Nierenkrankheit, etwa 8.000 von ihnen warten auf eine Nierentransplantation. Nun haben Forscherinnen und Forscher des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit internationalen Kollaborationspartnern in einem mehrjährigen Projekt Daten von weltweit 1,05 Millionen Studienteilnehmern ausgewertet, um neue Risikogene für Nierenerkrankungen zu identifizieren. Dabei haben sie 166 Genorte erstmals nachgewiesen.

  • 30 May
    Weniger Diabetes trotz fettreicher Ernährung

    Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung - Eingriff in Fettstoffwechsel verbessert die Fettleber und den Zuckerstoffwechsel dicker Mäuse: Zu viel Fett und Zucker macht dick und krank – das wissen schon kleine Kinder. Aber warum ist das eigentlich so und kann man da etwas gegen unternehmen? Die Forschungsgruppe von Prof. Jens Brüning am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung in Köln hat jetzt in einer Studie in der Fachzeitschrift Cell beschrieben, dass dicke Mäuse durch einen Eingriff in den Fettstoffwechsel der Leber trotz schlechter Ernährung wieder dünner werden können. Dabei verbessert sich gleichzeitig der Zuckerstoffwechsel der Tiere. Sie schalten dafür ein Protein, die Ceramid Synthase 6, in den Mäusen aus.