Nachrichten

  • 21 Jan
    Prädiabetes gefährlicher als angenommen

    Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ) - Prädiabetes ist nicht einfach nur als eine „letzte Warnung“ vor der eigentlichen Diabetes-Diagnose zu verstehen, denn bereits die Vorstufe zum Diabetes mellitus erhöht das Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen. Das brachte eine Übersichtsarbeit des Deutschen Diabetes-Zentrums ans Licht. Was genau sind die Ergebnisse? - Die gefährlichen Folgeerkrankungen des Diabetes sind in der Gesellschaft bereits bekannt. Dagegen wurde dem Prädiabetes bisher vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt – vielen Menschen ist der Begriff unklar. Prädiabetes gefährlicher als angenommen (idw-online.de)

  • 20 Jan
    Herzmuskelentzündung (Myokarditis): Wie hoch ist das Risiko durch Covid-19 und Corona-Impfung?

    Deutsche Herzstiftung e.V. – Deutsche Stiftung für Herzforschung - Die Herzmuskelentzündung prominenter Fußballspieler wie Alphonso Davies hat erneut die Frage aufgeworfen: Wie gefährlich ist Covid-19 für das Herz – auch bei jüngeren Menschen? Und wie hoch ist das Risiko einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder einer Herzbeutelentzündung (Perikarditis) im Nachgang einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff? „Das Auftreten einer impfbedingten Myokarditis oder einer Perikarditis ist außerordentlich selten“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Meinertz vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Herzmuskelentzündung (Myokarditis): Wie hoch ist das Risiko durch Covid-19 und Corona-Impfung? (idw-online.de)

  • 20 Dec
    Diabetes-Medikament aus der Gruppe der SGLT2-Hemmer normalisiert Insulinwirkung im Gehirn

    Deutsches Zentrum für Diabetes Forschung (DZD) - Übergewicht, eine ungünstige Verteilung von Fett im Körper und Typ-2-Diabetes sind häufig mit einer verminderten Wirkung des Hormons Insulin in vielen Organen einschließlich des Gehirns verbunden. Bislang gibt es noch keine Therapie, um die Insulin-Empfindlichkeit im Gehirn wiederherzustellen, das eine Schlüsselrolle in der Stoffwechselkontrolle ausübt. Forschende des DZD, des Universitätsklinikums Tübingen und des Instituts für Diabetesforschung und metabolische Erkrankungen bei Helmholtz Munich konnten jetzt erstmals zeigen, dass mit dem SGLT2-Hemmer Empagliflozin die Insulin-Resistenz des Gehirns behandelt werden kann – mit positiven Effekten auf den Stoffwechsel des gesamten Körpers. Diabetes-Medikament aus der Gruppe der SGLT2-Hemmer normalisiert Insulinwirkung im Gehirn (idw-online.de)

  • 29 Nov
    Thrombolyse bei Schlaganfall auch bei zerebralen Mikroblutungen effektiv

    Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) -  Die frühzeitige und richtige Behandlung kann nach einem Schlaganfall Leben retten und bleibende Schäden minimieren. Wenn ein gefäßverstopfendes Blutgerinnsel die Ursache ist (ischämischer Schlaganfall), ist es entscheidend, dass die Durchblutung der betroffenen Hirnregion so schnell wie möglich wieder hergestellt wird. Dies erfolgt meist durch eine intravenöse medikamentöse Thrombusauflösung (Thrombolyse). Eine aktuelle Studie [1] zeigte nun, dass der Nutzen einer Lysetherapie auch bei ischämischen Schlaganfällen mit nachweisbaren zerebralen Mikroblutungen in der MRT und unbekanntem Zeitpunkt des Symptombeginns gegeben ist. Thrombolyse bei Schlaganfall auch bei zerebralen Mikroblutungen effektiv (idw-online.de)

  • 18 Nov
    Forschung Kardiologie/Diabetologie: Verborgenes Vorhofflimmern bei Diabetes

    Universitätsspital Bern - Eine Forschungsgruppe des Inselspitals, Universitätsspital Bern und der Universität Bern hat in einer großen Studie das Vorhofflimmern bei Personen mit und ohne Diabetes studiert. Patientinnen und Patienten mit Diabetes wiesen deutlich häufiger verborgenes (asymptomatisches) Vorhofflimmern auf. Herzkreislaufprobleme wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Hirnschlag treten bei Diabetikerinnen und Diabetikern mit Vorhofflimmern häufiger auf. Die Forschenden stellen aufgrund der häufigen asymptomatischen Vorhofflimmern und der schwereren Begleiterkrankungen eine systematische Überwachung (Screening) auf Vorhofflimmern bei Diabetes zur Diskussion. Forschung Kardiologie/Diabetologie: Verborgenes Vorhofflimmern bei Diabetes (idw-online.de)

  • 28 Oct
    Corona und Herz: Blutdruck senken und zweifach profitieren

    Deutsche Herzstiftung e.V. – Deutsche Stiftung für Herzforschung - Bluthochdruck (Hypertonie) gilt als einer der größten Risikofaktoren für Schlaganfall, Nierenschwäche, Herzinfarkt und viele weitere Erkrankungen. Zudem kann Bluthochdruck – ähnlich wie andere chronische Erkrankungen, etwa Diabetes oder Herzschwäche, das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 erhöhen. Dies gilt besonders bei Personen ohne Covid-19-Schutzimpfung. Für Hypertoniker lohnt es sich daher doppelt, die eigenen Blutdruckwerte im Blick zu behalten und sie durch eine konsequente Therapie zu senken. Corona und Herz: Blutdruck senken und zweifach profitieren (idw-online.de)

  • 24 Sep
    Ein Drittel der Patientinnen und Patienten mit schweren Nierenfunktionseinschränkungen werden nicht behandelt

    Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN) - Gerade in frühen Stadien chronischer Nierenerkrankungen (CKD) schlägt eine medikamentöse Therapie meist gut an; aber auch in fortgeschrittenen Stadien können kritische Blutwerte bei konsequenter, adäquater Behandlung unter Kontrolle gebracht werden – so dass die Notwendigkeit einer chronischen Dialysebehandlung meist noch längere Zeit hinausgezögert oder ganz vermieden werden kann. Die Möglichkeiten und Chancen der rechtzeitigen Erkennung und effektiven Therapie werden jedoch häufig vertan – das zeigte eine aktuelle Auswertung von Daten der AOK Nordost, die erstmals Routine-Laborparameter der Nierenfunktion mit Diagnosedaten von über 6.000 CKD-Patientinnen und -Patienten verglich [1]. Ein Drittel der Patientinnen und Patienten mit schweren Nierenfunktionseinschränkungen werden nicht behandelt (idw-online.de)

  • 27 Aug
    Fortschritt für Menschen mit schwachem Herzen: Bestimmte Form der Herzschwäche erstmals spezifisch behandelbar

    Charité – Universitätsmedizin Berlin - Bei einer Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfraktion – der häufigsten Form der Herzschwäche bei älteren Menschen – gab es bisher keine durch Evidenz gesicherte Behandlungsmöglichkeit. Jetzt hat eine groß angelegte klinische Studie unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Anker von der Charité – Universitätsmedizin Berlin erstmals ein Medikament identifiziert, das sich klar positiv auf die Prognose der Patientinnen und Patienten auswirkt: der Wirkstoff Empagliflozin. Er senkt für die Betroffenen die Wahrscheinlichkeit, in ein Krankenhaus eingewiesen zu werden oder an einer kardiovaskulären Ursache zu sterben, um 21 Prozent. Fortschritt für Menschen mit schwachem Herzen: Bestimmte Form der Herzschwäche erstmals spezifisch behandelbar (idw-online.de)

  • 05 Jul
    DGA kritisiert schlechte Versorgung von Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK)

    Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. (DGA) - In Deutschland ist die Versorgung von Patienten mit PAVK im ambulanten Sektor mangelhaft. Sie werden nicht entsprechend den Leitlinien behandelt und nur selten durch Gefäßspezialisten versorgt. Dies zeigt eine Analyse der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Essen aller gesetzlich versicherten Patienten über einen Zeitraum von 2009 bis 2018. Über 70 Millionen Patientendaten pro Jahr wurden für die Studie ausgewertet. DGA kritisiert schlechte Versorgung von Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) (idw-online.de)

  • 02 Jun
    Längeres stationäres EKG-Monitoring nach ischämischem Schlaganfall sinnvoll

    Universitätsklinikum Würzburg - Ein verlängertes EKG-Monitoring bei stationär behandelten Schlaganfallpatient*innen detektiert ein intermittierendes Vorhofflimmern häufiger als der bisher etablierte diagnostische Standard, erhöht aber die Sekundärprävention mittels einer oralen Antikoagulation nicht signifikant. Das ist das zentrale Ergebnis einer randomisierten Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, an der Prof. Dr. Karl Georg Häusler und Prof. Dr. Peter U. Heuschmann vom Uniklinikum Würzburg maßgeblich beteiligt waren.

  • 31 May
    Herzinfarkt plus Depression ist gleich Diabetes? Studie zeigt komplexes Zusammenspiel verschiedener Erkrankungen

    Universität Ulm - Patientinnen und Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben und die in der Nachbeobachtung depressive Symptome entwickeln, besitzen ein erhöhtes Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Zu diesem Schluss kommen Forschende des Instituts für Epidemiologie und Medizinische Biometrie der Universität Ulm. Die Studie zeigt außerdem, dass depressive Symptome nicht nur das Diabetes-Risiko steigern, sondern auch zu weiteren Komplikationen wie einem Zweitinfarkt oder einem Schlaganfall führen können.

  • 27 May
    Aktualisierte Versorgungsleitlinie (NVL) zur Behandlung Typ-2-Diabetes veröffentlicht

    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) - Seit dem 25. März 2021 gibt es eine überarbeitete, zweite Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes, an deren Erstellung auch die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) maßgeblich beteiligt war. Wesentliche Neuerungen betreffen die medikamentöse Therapie des Glukosestoffwechsels sowie die partizipative Entscheidungsfindung und Teilhabe der Patienten in allen relevanten Lebenssituationen.

  • 25 May
    Neues Miniorgan der menschlichen Bauchspeicheldrüse

    Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik - Dresdner und Kopenhagener Forscher entwickeln Zellkultur, um Entwicklung der menschlichen Bauchspeicheldrüse zu untersuchen. Die Bauchspeicheldrüse ist ein kleines Organ hinter dem Magen mit zwei Hauptfunktionen – Verdauung und Blutzuckerregulation. Wie sich die menschliche Bauchspeicheldrüse entwickelt, war bisher aus ethischen und praktischen Gründen weitgehend unerforscht. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden, des Novo Nordisk Foundation Center for Stem Cell Biology (DanStem) in Kopenhagen, Dänemark, und mehreren anderen internationalen Kooperationspartnern, darunter das CIC bioGUNE in Bilbao, Spanien, gelang es nun, ein Miniaturorgan der menschlichen Bauchspeicheldrüse in Zellkultur zu entwickeln.

  • 28 Apr
    Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Menschen mit Diabetes

    Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ) - Die COVID-19-Pandemie stellt die Wissenschaft und den Gesundheitssektor vor bisher nie gekannte Herausforderungen. Während bei einigen Menschen mit einer SARS-CoV-2-Infektion die Erkrankung kaum bemerkt wird, verläuft sie bei anderen Betroffenen sehr viel schwerwiegender und endet teilweise tödlich. Bisher ist jedoch das Wissen um den Verlauf einer COVID-19-Erkrankung noch recht dünn. Allerdings kristallisierte sich Diabetes zunehmend als einer der Risikofaktoren heraus, der den Schweregrad der Erkrankung bestimmt.