Zu viel Geld für schlechte Versorgung

Haus Deutscher Stiftungen © KHertr/Stiftung DHD
Haus Deutscher Stiftungen © KHertr/DHD

Für herzkranke Diabetiker -immerhin 1,8 Mio. der gesetzlich Versicherten in Deutschland- wird mehr Geld ausgegeben, als wenn isoliert die Kosten für Herzpatienten und die Kosten für Diabetespatienten miteinander addiert werden. Eine Versorgung, die krankt und zu viel Geld schluckt, weil geeignete Rahmenbedingungen fehlen. Mit indikationsübergreifender Steuerung und besserer Zusammenarbeit von Ärzten könnte gespart werden. Dadurch ließe sich vor allem mehr Nutzen für Patienten generieren. Aber zu wissen, nicht das zu tun, was eigentlich getan werden müsste, ist in jedem Fall ein ethisches Problem. Das ist Quintessenz des Pressegesprächs der Stiftung DHD mit Experten am Weltdiabetestag 2019 im Haus Deutscher Stiftungen in Berlin.

Pressegespräch am Weltdiabetestag © KHertr/Stiftung DHD
Pressegespräch am Weltdiabetestag © KHertr/Stiftung DHD

Für ein besseres Morgen

© gustavofrazao/stock.adobe.com
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So lautet der Titel einer Musikproduktion von Del`Moon Project, dessen Einnahmen im Gründungsjahr der Stiftung DHD (1999) für den guten Zweck verwendet wurden. Es war ein Zusammenschluss von Musikern aus den USA und 100 Ärzten international, die sich in einer unsicher werdenden Welt für eine bessere Zukunft und eine bessere Prognose von Patienten mit Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen einsetzten. Damals wie heute ist der Titel „A Better Tomorrow“ Programm. Für die Stiftung DHD gilt er als Auftrag. Denn: Auch wenn das Problembewusstsein in 20 Jahren gestiegen und die Datenlage eindeutig ist, die Kooperation zwischen Ärzten funktioniert längst nicht so, wie sie eigentlich müsste.

O-Ton Professor Diethelm Tschöpe (1999)

Weniger Risiko bei Werten im Zielbereich

© Aleksandra Kuzmina/stock.adobe.com
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Die besten Chancen, das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall zu minimieren, haben Menschen mit Typ-2-Diabetes, die neben ihren Blutzuckerwerten auch die Blutdruck- und Blutfettwerte im Zielbereich halten. Das ist ein Ergebnis aus dem schwedischen Diabetes-Register, in dem Daten von fast 300.000 Typ-2-Diabetikern über einen Zeitraum von 5 Jahren ausgewertet und mit Daten von mehr als 1,3 Mio. Patienten ohne Diabetes verglichen wurden. Die Forschergruppe um Rawshani et al. fand auch heraus, dass ein dauerhaft erhöhter Glukosespiegel bei Diabetes der höchste Risikofaktor für Schlaganfall und Herzinfarkt ist.

Erzählen Sie Ihre Geschichte

© airdone/stock.adobe.com
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Nichts ist authentischer als eine Geschichte, die das Leben schreibt. Wir möchten Sie ermuntern, Ihre Erlebnisse aufzuschreiben und mit den Lesern zu teilen. Jeder Mensch hat (s)eine Geschichte. Und Ihre Erzählung über das Leben mit der Erkrankung kann Menschen begeistern, fesseln und mitreißen. Vielleicht regt Ihre Geschichte auch zum Nachdenken an oder hinterlässt das Gefühl, dass man mit seinem Schicksal nicht allein ist. Schreiben Sie uns! Ihre Geschichte muss nicht perfekt formuliert sein. Wir bearbeiten Ihr Manuskript redaktionell. Damit Ihre Geschichte gut lesbar ist, sollte der Text nicht länger als 2 DIN A4 Seiten sein. Wir veröffentlichen Ihr Manuskript nur, wenn Sie Ihre Freigabe erteilt haben.

» Bitte senden Sie Ihre Geschichte an die Pressestelle der Stiftung DHD

  • Eins-, zwei-, drei-, ganz viele Male Glück!

Nachrichten

  • 09 Jan
    Gennetzwerk verrät, wie Kalorien verbrennende Fettzellen entstehen

    Technische Universität München - 1,9 Milliarden Menschen auf der Welt sind übergewichtig. Davon haben 650 Millionen Menschen Adipositas. Das Risiko von Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck oder Krebs steigt dadurch. Das Team um Professor Martin Klingenspor an der Technischen Universität München (TUM) erforscht, welchen Einfluss der Fettstoffwechsel auf unsere Gesundheit hat. Zusammen mit Systembiologen der Forschungsgruppe von Professor Bart Deplancke an der École Polytechnique...

  • 20 Dec
    Schlaganfall-Forschung - Gene als Frühwarnsystem

    Ludwig-Maximilians-Universität München - Wissenschaftler haben mithilfe genetischer Daten das Schlaganfall-Risiko ähnlich präzise oder sogar besser vorhergesagt als etablierte Risikofaktoren und zeigen, dass Patienten mit hohem Risiko intensivere Präventivmaßnahmen benötigen könnten. Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Etwa 80 Prozent aller Schlaganfälle sind sogenannte ischämische Schlaganfälle, die durch den...

  • 19 Dec
    Lebensrettender Gefäßtest warnt vor Herzinfarkt und Schlaganfall

    Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung - Schmerzlos und zuverlässig gefährliche Durchblutungsstörungen wie „Schaufensterkrankheit“ und koronare Herzkrankheit aufdecken: „ABI-Test“ erfolgt mit Blutdruckmanschette und Doppler-Ultraschall. Bei Betroffenen mit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) wird das Problem mit Schmerzen beim Gehen, häufig in den Waden, offensichtlich. Weil für Betroffene längeres Stehen – beispielsweise vor einem Schaufenster – die...